Der Schwarzwälder Schinken ist ein roher, gepökelter Schinken ohne Knochen, der sein besonderes Aroma von der schonenden Räucherung über Tannen- und Fichtenholz erhält. Ein weiteres Charakteristikum ist das „Speckrändle“, seine feine äußere Fettschicht. Diese ist wichtig aus zwei Gründen. Zum einen ist Fett ein Geschmacksträger und zum anderen schützt diese dünne Schicht den Schwarzwälder Schinken vor schnellem Austrocknen.

Die EU schützt das traditionelle Herstellungsverfahren von Schwarzwälder Schinken
Schwarzwälder Schinken wird im Schwarzwald hergestellt. Sonst würde er ja nicht so heißen. Und er darf auch nirgendwo anders als im Schwarzwald produziert werden. Das ist von der Europäischen Union verbrieft und geschützt. Seinen formalen Ausdruck findet dies in dem Kürzel g.g.A., das für geschützte geografische Angabe steht.

Das bedeutet: Die EU schützt das traditionelle Herstellungsverfahren: das Einsalzen, das Würzen, das Brennen, das Räuchern und das Reifen. All das findet im Schwarzwald statt.

Die EU regelt auch die Herkunft der Schweine. Diese kommen unabhängig von Ländergrenzen und regionaler Verfügbarkeit aus artgerechter Nutztierhaltung und zertifizierten Betrieben. 80 Prozent der verarbeiteten Schweinekeulen sind aus Deutschland, vorwiegend aus dem Norden, wo traditionell Schweinezucht betrieben wird. Denn der Schwarzwald ist ein Mittelgebirge, noch dazu das meistbesuchte in ganz Deutschland. Also kein Platz für Schweinezucht in größerem Umfang. Das weiß jeder, der schon mal dort war. Die restlichen 20 Prozent kommen aus dem benachbarten Ausland.

Genuss
Schwarzwälder Schinken schmeckt hervorragend und bietet Genuss ohne Reue: wenig Salz (mild gepökelt), wenig Fett (geringer Fettanteil), viele Vitamine der B-Gruppe (B1, B2, B6, B12) sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Eiweiß.

Lagerung
Ganze Schwarzwälder Schinken Stücke bleiben bei richtiger Lagerung über Monate hinweg haltbar. Sie sollten hängend in einem kühlen und trockenen Raum (nicht im Kühlschrank) – am besten in einem Leinenbeutel – aufbewahrt werden (ansonsten auch in verschlossenen Vakuumpackungen haltbar). Die Schnittfläche des angeschnittenen Schinkens mit Frischhaltefolie umschließen. Mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden, damit der Schinken sein volles Aroma entfalten kann.

Geschnittener Schinken kann einige Tage in der Verpackung oder in locker gefaltetem Pergamentpapier im Kühlschrank aufbewahrt werden, ohne dass er an Qualität einbüßt. Vor dem Verzehr sollte er einige Zeit bei Zimmertemperatur erwärmen, damit er das volle Aroma entfaltet.